Kennst du das, wenn dir mitten auf einer Radtour der Magen knurrt? Bei den monatlichen Critical-Mass-Touren durch Hamburg — drei bis vier Stunden im Sattel — ging es mir genau so. Irgendwann habe ich beschlossen, das Problem zu lösen. Auf die denkbar unvernünftigste Art: mit einem Grillfahrrad.
Mein Freund Ollie Schwartz hat die Sache mal so beschrieben:
Etwa 3–4 Stunden dauern die monatlichen Critical-Mass-Touren durch Hamburg – ganz schön lang, wenn der Magen knurrt. Das fand auch Jonas: Ingenieur, Radfan und leidenschaftlicher Tüftler. Also hat er kurzerhand ein MTB aus den 90ern zum BBQ-Bike umgebaut. Unterbau geschweißt, Holz-Anrichte drauf, E-Motor rein, Gasflasche ran, Grill obendrauf – fertig ist das rollende Grillvergnügen.
Am Treffpunkt der CM wird der Grill angeworfen – und sorgt direkt für die erste Stärkung. Dann geht’s los. Während der Fahrt zu grillen, ist übrigens eine kleine Kunst – aber Jonas hat’s drauf. Wenn kleine CM-Mitfahrer:innen neben ihm „andocken“ und nach einem Hotdog fragen, greift er zur Grillzange am Lenker – und zack, ab geht die Wurst!
So charmant liest sich das von außen. Von innen war es vor allem eins: planlos — und das ganz bewusst.
Ich hatte Hunger, eine Idee und keinen Bauplan. Meine einzige Regel: nichts Neues kaufen. Nur Material, das ich ohnehin im Haus hatte, oder Gebrauchtes. Keine Konstruktion, keine Zeichnung. Trust the process.
Also habe ich mich über Monate immer wieder in die Werkstatt zurückgezogen und geschweißt. Ein MTB aus den 90ern wurde zum Unterbau. Bei den Kleinanzeigen fand ich einen gebrauchten Grill, dessen Gestell längst weggerostet war — genau der bekam bei mir ein zweites Leben als fahrbarer Rost. Holz-Anrichte drauf, E-Motor rein, Gasflasche ran, Grill obendrauf.





Beim Treffpunkt der Critical Mass wird der Grill angeworfen, dann geht’s los. Während der Fahrt zu grillen ist eine kleine Kunst — aber man wächst rein. Wenn kleine Mitfahrer:innen neben mir andocken und nach einem Hotdog fragen, greife ich zur Grillzange am Lenker. Und zack: ab geht die Wurst.

Ein paar bewegte Eindrücke von der Fahrt gibt’s auf Instagram.
